GRAS und VSStÖ wählen Erstsemestrige zur neuen ÖH Vorsitzenden in Salzburg

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Im Dezember 2016 hat der VSStÖ in einer Kampfabstimmung die Koalition mit der Aktionsgemeinschaft gebrochen, indem man sich mit den Stimmen der GRAS zu einer Mehrheit gegen die Aktionsgemeinschaft zusammenschloss. Bereits damals kündigte sich eine neue rot-grüne Koalition an, heute wurde sie Realität. Die ehemals von der Aktionsgemeinschaft besetzten Vorsitzposten wurden heute durch Personen der GRAS besetzt. Besonders pikant: Die neue rot-grüne Koalition wählte eine Studentin im ersten Studiensemester zur neuen ÖH Vorsitzenden. Laut eigener Aussage studiert sie erst seit 2 Monaten in Salzburg.

„Es bleibt fraglich, wie jemand nach 2 Monaten Studium an der Uni Salzburg die Probleme, Herausforderungen und Interessen von 18000 Studenten und über 300 Studiengängen und Lehrgängen kennen kann, geschweige denn diese Interessen nach außen oder innen vertreten kann“, zeigt sich Ernst-Georg Lang, Obmann der Aktionsgemeinschaft Salzburg, besorgt. Auf die Frage nach den Qualifikationen für dieses Amt führte die GRAS Salzburg in der Sitzung ‚verfügbare Zeit und Interesse‘ an.

„In den Gremien innerhalb der Universität gibt es für die studentischen Vertreter Mindeststandards. Für die Mitarbeit an Studienplänen muss ein studentischer Vertreter beispielsweise mindestens im dritten Studiensemester sein. Dies soll sicherstellen, dass ein studentischer Vertreter zumindest einige Erfahrung aus eben jenem Studium mitbringt, das es zu überarbeiten gilt und wo er studentische Interessen vertreten soll. Unter diesem Aspekt ist die Wahl einer Erstsemestrigen zur ÖH Vorsitzenden besonders pikant“, ergänzt Juliana Naglmayr, Obmann-Stellvertreterin der Aktionsgemeinschaft Salzburg und ehem. bildungspolitische Referentin der ÖH Salzburg.

Es bleibt abzuwarten, ob die neue Vorsitzende dieser großen Aufgabe gewachsen ist.

Neben dieser Personalentscheidung sorgte auch das von rot-grün eingeführte  „Gender-Watch-Protokoll“ für einigen Wirbel in der Universitätsvertretung. Wer die „Augen verdreht“, „demonstrativ SMS schreibt“ oder nicht männliche und weibliche Form in jedem Satz explizit ausspricht, bekommt dort ab jetzt einen Eintrag.

Einzig positiver Lichtblick der über 8-stündigen Sitzung: in einem gemeinsamen Kraftakt aller Fraktionen konnte eine neue Satzung ausgearbeitet und verabschiedet werden. Dies war aufgrund der anstehenden ÖH Wahl im Mai 2017 notwendig, da das Wahlrecht der Studienvertretungen beschlossen werden musste. Künftig wird es erstmals eine zentrale Studienvertretung für das Lehramtsstudium in Salzburg geben und die 4 Fakultätsvertretungen werden zukünftig direkt durch die Studienvertretungen beschickt, was für schlagkräftigere Strukturen und bessere Vernetzung sorgt.

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