Pensionsversicherung

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Wer nicht schon zu Studienzeiten für die Pension vorsorgt, muss deutliche Abstriche hinnehmen. Im Extremfall sind Nachzahlung bis zu 130.000 (Stand 2010) nötig.

 

Die Pension ist ein Thema, mit dem man sich als Student in jungen Jahren eigentlich nicht herumschlagen möchte. Doch wer jetzt nicht an Absicherung denkt, muss unter Umständen nach dem Studienabschluss für jeden Studienmonat 624 Euro (Stand 2010) auf den Tisch legen (ab dem 50. Lebensjahr sogar weit über 1000 Euro).

Oft zu späte Erkenntnis
Wer als Uni-Absolvent später einmal gleichviel an staatlicher Pension erhalten möchte wie jemand, der nach der Pflichtschule in die Berufswelt eingestiegen ist, bzw. überhaupt Anspruch auf eine Pension haben möchte, muss entweder deutlich mehr in den Pensionstopf einzahlen, bis zu einem höheren Alter arbeiten, oder – was nur die wenigsten wissen – sich umgehend clever absichern.
Die Erkenntnis, dass man als Uni-Absolvent im Hinblick auf die Pension schlechter dasteht, haben viele leider erst viel zu spät. Die Pensionshöhe berechnet sich grundsätzlich nach der Höhe der Abgaben und der Dauer, wie lange in den Pensionstopf einbezahlt wurde. Dabei stellt für manche die Dauer ein großes Problem dar, denn sie entscheidet neben der Pensionshöhe auch darüber, ob man überhaupt Anspruch auf eine staatliche Pension hat. Als Uni-Absolvent fehlen einem nämlich die Pensionsbeitragszeiten, die man in der Oberstufe, HAK, HTL, Uni etc. verbracht hat. Wer später außerhalb der EU arbeitet, verliert nochmals.

Nachkauf extrem teuer
Der Gesetzgeber hat deshalb die Möglichkeit geschaffen, dass man diese Zeiten nachkaufen kann, was jedoch sehr teuer ist. Der Nachkauf eines einzigen Uni-Monats kostet momentan 624 Euro, der eines Schulmonats 312 Euro (Tendenz steigend!). Wer im Extremfall erst ab 60 Jahren oder noch später bemerkt, dass ihm Pensionszeiten fehlen und die gesamte Ausbildungszeit nachkaufen muss, bezahlt in der Regel mehr als das Doppelte und muss aktkuell rund 130.000 Euro aufbringen.

Freiwillige Selbstversicherung
Deutlich günstiger ist es allerdings, wenn man sich schon zu Schul-/Studienzeiten selbst versichert. Man spricht hierbei auch von der „Freiwilligen Selbstversicherung“ (§19a ASVG). Dann bezahlt man nämlich statt 624 Euro Beiträge ab 150 Euro pro Monat (je nach Vorbeschäftigung) bzw. wenn man neben dem Studium geringfügig arbeitet (nicht mehr als 366,33 Euro Einkommen pro Monat) sogar nur 51,69 Euro. Jeder Monat, den man jetzt abwartet, kann einen später teuer zu stehen kommen!
Wer übrigens wissen möchte, wie viel man monatlich an Pensionsleistung bekommen würde, wenn man heute in Pension ginge, kann bei der Pensionsversicherungsanstalt kostenlos einen regelmäßigen Auszug aus dem Pensionskonto bestellen oder mittels Bürgerkarte online Einsicht nehmen. Weitere Informationen gibt es unter
www.pensionsversicherung.at

 

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