ÖH-Exekutive nutzt Missbrauchsfälle für parteipolitische Zwecke
Montag, den 26. April 2010 um 10:51 Uhr
Die ÖH-Exekutive verwendet die Plattform der ÖH um mit den Missbrauchsfällen mobil gegen die katholische Kirche zu machen. "Die Konsequenzen ziehen: Kirchenaustritt!" lautet die Parole, welche die ÖH am 25. April auf die Startseite ihrer Homepage stellte.

Der SPÖ-Nachwuchs vom VSSTÖ macht kein Geheimnis daraus, dass die katholische Kirche auf der eigenen Abschussliste steht. Schon seit geraumer Zeit wird bundesweit gegen die Kirche mobil gemacht. Mit Flyern und Broschüren sollen die Studierenden zum Austritt aus der Kirche bewegt werden. Da kommen die Missbrauchsfälle wie gerufen, wenn sich das Leid der Opfer für die eigene Parteipolitik instrumentalisieren lässt und man gleichzeitig die Bühne der ÖH nutzen kann.
"Täglich werden neue Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche bekannt - doch die Kirche hüllte sich zunächst in Schweigen, nur um dann die Forderungswelle nach Aufklärung und präventiven Maßnahmen mit Judenverfolgungen gleichzusetzen. Diese jüngsten Ereignisse verleihen den Argumenten für einen Austritt aus der katholischen Kirche neues Gewicht. Informationen & Formulare zum Austritt findest Du hier!", heißt es am Beginn der Botschaft der grün-roten ÖH-Exekutive.
Die AktionsGemeinschaft fordert die grün-rote ÖH-Exekutive erneut dazu auf die ÖH nicht für eigene parteipolitischen Zwecke zu missbrauchen! Diese Vorgehensweise ist besonders abstoßend, wenn sie auf Kosten von Missbrauchsopfern passiert.
Bild: www.oeh-salzburg.at
Nachtrag: Der entsprechende Beitrag wurde inzwischen von der Startseite der ÖH-Homepage entfernt. Über den Newsletter von where2be kann er allerdings noch aufgerufen werden.
Update: Und wie gewohnt die Trotzreaktion der ÖH: Der Beitrag ist wieder da.
Der SPÖ-VSSTÖ schiebt den Schwarzen Peter weiter und bat die AktionsGemeinschaft Salzburg in einem telefonischen Gespräch festzuhalten, dass diese pietätlose Kampagne auf das Konto der GRAS gehen würde. Die AG nimmt dieses ÖH-interne Zerwürfnis zur Kenntnis und richtet die Aufforderung zur Einstellung derartiger Kampagnen somit nicht nur an die gemeinsam verwantwortliche ÖH-Exekutive, sondern insbesondere auch an die grünen Studenten.
Der Beitrag auf der ÖH-Seite wurde editiert bzw. relativiert.




