Verbesserungsvorschläge für die Uni Salzburg
Sonntag, den 27. Dezember 2009 um 22:47 Uhr
Da die Studienqualität zurzeit hier und da etwas leidet und aktuell angeblich nur mit mehr Geld verbessert werden könne, welches momentan aber nicht zur Verfügung steht, suchen wir nach Verbesserungsvorschlägen, die mit geringem bzw. gar keinem finanziellen Aufwand umgesetzt werden können. Schick uns doch auch deine Vorschläge per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Folgende Vorschläge haben uns bereits erreicht und werden aktuell von uns bearbeitet:
- Verbesserung der Prüfungsplattformen: Für jede Prüfung eine detaillierte und aktuelle Stoffabgrenzung.
- Effizienzsteigerung bei der Raumauslastung: Es ist eine Tatsache, dass viele Räume an der Universität Salzburg lange Zeit leerstehen. So ist beispielsweise der größte Hörsaal am Juridicum HS 230 freitags nur 90 Minuten lang belegt. Aktuell gibt es Pläne, den Innenhof zur Schaffung eines riesigen Hörsaals zu überdachen. Gleichzeitig soll an der NaWi ein neuer Mega-Hörsaal gebaut werden. Das steht dem Wunsch vieler Studierenden nach einem Unterricht in kleineren Gruppen entgegen. Wie in den letzten Wochen und Monaten vermehrt festgestellt wurde, stehen in der Akademiestrasse - nur fünf Gehminuten von der NaWi entfernt - täglich mehrere Hörsäle lange Zeit leer. Die Vergabe von Räumlichkeiten sollte deshalb von zentraler Stelle bedarfsgerecht erfolgen und nicht am fakultätsinternen Status von Lehrenden gemessen werden.
- Offenlegung und Einhaltung der Prüfungskriterien: Es ist schon fast die Regel, dass Seminare, Übungen, Prüfungen und Kurse beinahe willkürlich benotet werden.
Zufällig ausgewählte Beispiele: In einem Geschichte-Seminar werden über das ganze Semester Hausübungen gemacht und abgegeben. Diese werden aber nie korrigiert bzw. benotet an die Studierenden zurückgegeben. Dennoch wird aufgrund dieser Hausübungen das Seminar benotet. In einem Strafrecht-Kurs wird die Note anhand einer Klausur festgelegt. Es gibt einen Punkteschlüssel, der jedoch nicht bindend ist, sondern nur als Orientierung dient. So kann es vorkommen, dass bei der Klausur ausreichend Punkte erreicht werden, jedoch mit der Begründung „aufgrund grober Fehler“ ein Nicht-Genügend vergeben wird. Für die Studierenden stellt sich hier die Frage, wie ein solch „grober Fehler“ definiert wird. - Vorläufige Zugangsbeschränkungen für Kommunikationswissenschaft und Psychologie: Mit den aktuellen Zuläufen - vor allem am Fachbereich Kommunikationswissenschaft - ist mit den momentan vorhandenen Ressourcen kein ordentliches Studium mehr möglich. An verschiedenen Kapazitätsmängeln leiden nicht nur die Lehrenden, sondern auch die Studienanfänger und jene, die bereits länger studieren. Ein Abschluss in der dafür vorgesehenen Zeit ist momentan kaum mehr möglich. Solange keine entsprechenden Ressourcen vorhanden sind, sind Zugangsbeschränkungen - um rasch zu handeln - für das Bakk-Studium aktuell die einzige Lösung.
- Veröffentlichung der Evaluierungsbögen über Professoren und Professorinnen: Es gibt an der Uni immer wieder Lehrveranstaltungsleitende, die bei den Studierenden den Eindruck fehlender Kompetenz/Motivation oder absoluter Gleichgültigkeit hinterlassen und am Ende des Semesters eine dementsprechende Bewertung von den Studierenden erhalten. Bislang scheint die Kritik der Studierenden aber ungelesen in den Schubladen der Universitätsverwaltung zu verstauben, denn das traurige Schauspiel in manchen Hörsälen wiederholt sich Semester für Semester bzw. Jahr für Jahr.
- Optimierung der Vorlesungen: In Vorlesungen besteht oft das Problem, dass aufgrund unzureichender Vermittlung die Thematik schnell unverständlich und damit auch uninteressant wird. Dies führt dazu, dass am Semesteranfang die Hörsäle platzen, aber spätestens nach vier Wochen ein beträchtlicher Teil der Studierenden den Hörsaal meidet. Es wäre von Vorteil, dass man von Vorlesung zu Vorlesung eine genauere Stoffabgrenzung vornimmt, damit sich die Studierenden besser auf die Lehrveranstaltung vorbereiten können und Vorkenntnisse in die Vorlesung einfließen.
- Weg von Auswendiglern-Prüfungen hin zu verständnisorienten Prüfungen: In vielen Fächern sind Klausuren auf das Abfragen von teils wirklich belanglosen Fakten beschränkt, die kurz vor der Prüfung in das Kurzzeitgedächtnis gehämmert wurden. Die Studierenden haben in ihrem Leben aber nichts davon, wenn sie starre PowerPoint-Folien oder Aufzählungen aus Readern und Skripten wiedergeben können, den Sachverhalt aber nicht begreifen. Dementsprechend sollten auch die Lern- und Prüfungsweisen ausgerichtet werden.
- Bedarfsgerechte Lehrveranstaltungsplanung: Immer wieder gibt es Lehrveranstaltungen, die von den Studierenden sehr stark nachgefragt werden, von der Universität aber nur äußerst beschränkt angeboten werden. Oftmals ist bei solchen Lehrveranstaltungen die Anzahl der Interessierten auf der Warteliste größer als die Menge jener Studierenden, die schlussendlich wirklich in die LV aufgenommen werden. Die Universität sollte daher das Angebot für stark nachgefragte LVs auch kurzfristig erweitern können. In der Regel ist der große Ansturm auf ebensolche Lehrveranstaltungen bereits lange im vorhinein bekannt. Außerdem sollten Lehrveranstaltungen, welche zum Fortkommen im Studienverlauf zwingend notwendig sind, im Sommer- wie auch im Wintersemester angeboten werden.
- Gewissheit über Lehrveranstaltungsteilnahme: Auch wenn man es geschafft hat über Plus Online einen Fixplatz für eine Lehrveranstaltung zu ergattern, heißt das in vielen Fällen noch lange nicht, dass man auch wirklich an der Lehrveranstaltung teilnehmen kann. Zum einen ermöglichen es Klauseln in manchem fachbereichsinternem Regelwerk, dass Studierende mit anderer Schwerpunktsetzung "im Bedarfsfall" trotz Fixplatz-Status von der LV ausgeschlossen werden können, zum anderen wird im Plus Online keine Höchstteilnehmeranzahl festgelegt und die Teilnahmegenehmigung der ersten LV-Einheit nach scheinbar willkürlichen Regeln "ausgeschnapst". Auch Studierende müssen sich einen Terminkalender für das Semester zurecht legen und sollten deshalb vor Beginn der LV wissen, ob sie teilnehmen können oder nicht.
- Frühere Bekanntgabe der Lehrveranstaltungstermine: Immer wieder kommt es vor, dass Lehrveranstaltungstermine erst eine Woche vor Anmeldebeginn auf Plus Online bekanntgegeben werden. Besonders Studierenden, die zur Finanzierung ihres Studiums auf eine berufliche Betätigung angewiesen sind, ist dieser Zustand nicht länger zumutbar. Sowohl die Studierenden als auch die Arbeitgeber werden lange in terminlicher Ungewissheit gelassen. Eventuell könnte auch der Anmeldezeitpunkt für die Lehrveranstaltungen vorverlegt werden.




