Im Kleinen fängt es an

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Geldmangel darf ­keine Ausrede sein, Dinge nicht aktiv ­verbessern zu wollen. Das gilt für Uni wie ÖH ­gleichermaßen.

 

Im Zuge der Bildungsdebatte wurde immer wieder suggeriert, dass man die Studiensituation nur mit mehr Geld verbessern zu könne. Die Betreuungssituation bzw. das zahlenmäßige Verhältnis von Lehrenden zu Studierenden gehört zwar dringend verbessert, viele Dinge kann man aber auch jetzt schon besser machen.

Effizientere Raumvergabe
Es ist eine Tatsache, dass viele Räume an der Universität Salzburg lange Zeit leerstehen, während immer wieder nach mehr Räumen verlangt wird. Gleichzeitig gibt es Vorlesungen in großen Hörsälen, die ab der dritten Vorlesungseinheit nur mehr von einem Bruchteil der angemeldeten Personen besucht werden, während die Studierenden in anderen Lehrveranstaltung aus Platzmangel hinten stehen müssen.
Die Vergabe von Räumlichkeiten sollte deshalb von zentraler Stelle bedarfsgerecht erfolgen und nicht – wie mancherorts praktiziert – am fakultätsinternen Status von Lehrenden ausgerichtet werden (ganz nach dem Motto „je wichtiger der Prof, desto größer der Hörsaal"). Außerdem muss es möglich sein, dass schlecht besuchte und außerodentlich gut besuchte Lehrveranstaltungen nach einem Monat bedarfsgerecht die Räumlichkeiten tauschen.

Objektivere Leistungsbeurteilung

Es kommt leider immer wieder vor, dass Studierende in gewissen Lehrveranstaltungstypen (Seminare, Übungen, Praktika etc.) die Benotung als willkürlich und ungerecht empfinden. Einen Beweis dafür zu erbringen, dass man es mit einer „krummen Nummer" zu tun hat, fällt oft nicht gerade einfach. Und wenn das doch gelingt, wird man derzeit von der ÖH mit dem Kommentar, „wir sind nicht zuständig", alleine gelassen.
Service sieht anders aus! Mit der AktionsGemeinschaft in der ÖH-­Exekutive wird sich das schlagartig ändern. In einem ersten Schritt verlangt die AktionsGemeinschaft Salzburg deshalb mehr Transparenz und klare Vorgaben bei der Leistungsbeurteilung. Außerdem sollen Studierende die Möglichkeit bekommen, eine ungerechte, negative Beurteilung über die ÖH zu beeinspruchen.

Sinnvolle Prüfungsmodalität
In vielen Lehrveranstaltungen sind Klausuren auf das Abfragen von teils wirklich belanglosen Fakten beschränkt, die von den Studierenden kurz vor der Klausur in das Kurzzeitgedächtnis gehämmert und danach bald wieder vergessen werden. Als StudierendeR hat man im Leben nichts davon, wenn man starre Power­Point-Folien oder Aufzählungen aus Readern und Skripten vorübergehend wiedergeben kann, nach der Prüfung dann gleich wieder vergisst und keinerlei Verständnis der Materie mitnehmen kann.
Dementsprechend sollen auch die Lern- und Prüfungsweisen weg von „Auswendiglern-Prüfungen" hin zu verständnisorientierten Prüfungen ausgerichtet werden. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob die Angaben in Form von ­Single-, Multiple-Choice oder offenen Fragen formuliert sind. Weiters ist die Sinnhaftigkeit jener Fragestellungen zu verneinen, die auf eine Verwirrung der Studierenden abzielen und deshalb vom Prüfungsleiter ständig mit „Lesen Sie genau!" kommentiert werden.

Bedarfsgerechte LV-Planung
Immer wieder gibt es Lehrveranstaltungen (LV), die von den Studierenden sehr stark nachgefragt werden, von der Universität aber nur äußerst beschränkt angeboten werden. Oftmals ist bei solchen Lehrveranstaltungen die Anzahl der Interessierten auf der Warteliste größer als die Menge jener Studierenden, die schlussendlich wirklich in die LV aufgenommen werden.
Die Universität sollte daher die ­übrig bleibenden Studierenden nicht mit alternativen Lehrveranstaltungen „zwangsbeglücken", sondern das Angebot für stark nachgefragte LVs erweitern. In der Regel ist der große Ansturm auf ebensolche Lehrveranstaltungen bereits lange im Vorhinein (auch aus Erfahrungen der letzten ­Jahre) bekannt. Außerdem sollten Lehrveranstaltungen, welche zum Fortkommen im Studienverlauf ­zwingend notwendig sind (Kettendurchlässigkeit), im Sommer- wie auch im Wintersemester angeboten werden.

Frühere Bekanntgabe der LV-Termine
Noch immer kommt es wieder vor, dass Lehrveranstaltungstermine erst kurz vor Anmeldungsbeginn auf ­PLUSOnline bekanntgegeben werden, oder die Termine gar erst in der ersten Einheit mitgeteilt werden. Besonders für Studierende, die zur Finanzierung ihres Studiums auf eine Erwerbstätigkeit angewiesen sind, ist dieser „flexible" Umgang mit Terminen nicht zumutbar. Sowohl die Studierenden als auch die Arbeitgeber werden oftmals lange in terminlicher Ungewissheit gelassen. Bei entsprechender Planung lässt sich sogar auch der Anmeldezeitpunkt für die Lehrveranstaltungen vorverlegen, damit die Studierenden rechtzeitig wissen, an welchen Wochentagen sie wann an der Uni zu sein haben.

Verbindliche Fixplätze
Auch wenn man es geschafft hat über PLUSOnline einen Fixplatz für eine Lehrveranstaltung zu ergattern, heißt das in vielen Fällen noch lange nicht, dass man auch wirklich an der Lehrveranstaltung teilnehmen kann. Zum einen ermöglichen es Klauseln in manchem fachbereichsinternem Regelwerk, dass Studierende mit anderer Schwerpunktsetzung „im Bedarfsfall" trotz Fixplatz-Status von der LV ausgeschlossen werden können, zum anderen wird in PLUSOnline immer wieder keine Höchstteilnehmeranzahl festgelegt und die Teilnahmegenehmigung dann in der ersten LV-Einheit nach willkürlichen Regeln „ausgeschnapst". In der Praxis sieht das dann nicht selten so aus, dass Lehrveranstaltungsleiter die Studierenden mit Fragen konfrontieren, wie „Wer studiert denn noch nicht sooo lange?" oder „Wer hat einen triftigen Grund, warum ausgerechnet er/sie hier sein muss?". Wir brauchen kein Bewerbungsgespräch für Lehrveranstaltungen! Auch Studierende müssen sich einen Terminplan für das Semester zurecht legen und sollten es deshalb schon vor Beginn einer Lehrveranstaltung wissen, wenn sie daran nicht teilnehmen dürfen.

Nachhaltigkeit
Der eingeschlagene Kurs zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen muss beibehalten werden. Derzeit befinden wir uns aber noch am Beginn eines langandauernden Prozesses.

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