AG für eine bessere ÖH

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Schluss mit übertriebener Selbstverwaltung! Über eine Neustrukturierung der ÖH sollen die ­Studierenden eine effektivere Interessenvertretung und ein ­Maximum an Service erhalten.


Die Österreichische Hochschülerschaft hat als gesetzliche Interessenvertretung der Studierenden durch die linkspopulistische Fraktionspolitik in den letzten zwei Jahren ihre eigentlichen Ziele aus den Augen verloren. Anstatt sich primär um die Anliegen der Studierenden zu kümmern, wurden die Ressourcen der ÖH vor allem dazu genutzt, um parteipolitische Interessen zu verfolgen und die Unterstützer mit bezahlten Posten in der öffentlich-rechtlichen Körperschaft zu versorgen.
Beim Blick auf die derzeitige Organisationsstruktur ist es nicht weiter verwunderlich, dass die ÖH in den letzten zwei Jahren nichts zum Positiven für die Studierenden verändern konnte. Die ÖH ist derzeit ein übergroßer, träger Apparat, der den Großteil seiner Ressourcen für die eigene Selbstverwaltung verschlingt. Phasenweise werden an die 50 Personen rein für die Verwaltung bezahlt, während die Studierenden durch fehlende Erfolge massive Abstriche bei der Studienqualität und der sozialen Absicherung hinnehmen müssen.
Geht es nach der AktionsGemeinschaft Salzburg, darf die ÖH nicht nur mit nutzlosen Demonstrationsmärschen auf Hiobsbotschaften reagieren, sondern muss sich künftig wieder aktiv für Verbesserungen einsetzen. Das muss einerseits auf politischer Ebene geschehen, andererseits auch auf der Service-Ebene direkt für die Studierenden. Eine Reorganisation der ÖH ist deshalb unerlässlich.
Die ÖH muss sich rasch an Umweltveränderungen anpassen können, strategisch für ihre Ziele kämpfen und den Studierenden vor allem auch auf StV-Ebene mit Rat und Tat zur Seite stehen.

6 Referate in 2 Bereichen

Die zehn aufgeblasenen Referate werden zur Steigerung der ­Effizienz auf sechs reduziert. Während die einen sich vor allem um den Service für Studierende bemühen, verfolgen die anderen primär die Interessenvertretung gegenüber der Universität, Politik und der ­Öffentlichkeit.

Referat für Wirtschaftsangelegenheiten und Organisation
Die bisher getrennten Bereiche für Wirtschaftsangelegenheiten und Organisation sollen zusammengelegt werden. Beispielsweise können dadurch Neuanschaffungen bei voller Kostenkontrolle zentral von einer Stelle aus rasch getätigt und entsprechend abgerechnet werden. Dadurch entfallen nicht nur wechselseitige Koordinationsleistungen zwischen den Referaten, sondern es können auch unnötige Versorgungsposten eingespart ­werden.

Referat für Gleichbehandlung
Die Tätigkeitsbereiche des derzeitigen Frauenreferats werden erweitert. In Zusammenarbeit mit dem Beratungszentrum der ÖH sollen ALLE Studierende eine Anlaufstelle bekommen, wenn sie ungleich bzw. schlecht behandelt werden. Dazu gehören nicht nur geschlechtsbedingte Diskriminierungen, sondern beispielsweise auch die ungerechte Vergabe von Lehrveranstaltungsplätzen oder willkürliche Leistungsbeurteilungen. Auch gegen monatelanges Warten auf Noten soll entsprechend vorgegangen werden.

Referat für Kultur und ­Internationales

Dieser Bereich der ÖH sorgt nicht nur für diverse Veranstaltungen, Studentenfeste und andere Events, sondern ist auch bei der Abwicklung von Auslandssemestern behilflich. Anders als bisher sollen nicht nur ausländische Studierende betreut werden, sondern auch Studierende der Uni Salzburg bei der Planung ihres Auslandssemesters unterstüzt werden.

Sozialreferat
Das Sozialreferat kümmert sich wie bisher um die finanzielle Unterstützung von Studierenden. Gleichzeitig informiert es über die soziale Absicherung und kümmert sich um eine stetige Verbesserung.

Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Im Sinne einer integrierten Öffentlichkeitsarbeit gilt es die Referate für Öffentlichkeitsarbeit und Presse zu vereinen. Das neue Referat für Öffentlichkeitsarbeit professionalisiert die gesamte Kommunikation der ÖH. Durch geplante Außenkommunikation werden externe Zielgruppen strategisch angesprochen und Studierende mit nützlichen Serviceinformationen versorgt.

Referat für Bildungspolitik und Kooperation
Auf der einen Schiene verfolgt dieses Referat Verbesserungen der Studienqualität und der sozialen Absicherung, auf der anderen Schiene kümmert es sich um Kooperationen mit strategisch wichtigen Stakeholdern. Über ausgeklügelte Netzwerkstrategien werden langfristig die Studienbedingungen verbessert und kurzfristig über Unternehmenskooperationen tolle Vergünstigungen und wertvolle Praktikumsplätze für Studierende geschaffen.

Vorsitz
Der Vorsitz ist das Bindeglied zwischen den einzelnen Bereichen. Er überwacht und koordiniert die einzelnen Bereiche und ist die Stimme der ÖH nach außen.

StVen
Die StVen sind die direkten Servicestellen der ÖH an den Fachbereichen. Sie sind die ersten Ansprechpartner für Studierende. Über eine engmaschige Vernetzung sollen sie in zentrale Entscheidungsprozesse eingebunden werden. In direkter Zusammenarbeit mit den Referaten meistern sie auch komplexe Problem­stellungen.

Gremien
Jene Studierenden­vertreter­Innen, die Aufgaben in hochrangigen, ­universitären Gremien wahrnehmen, werden künftig besser in aktuelle Problemlagen eingebunden. Sie sollen in enger Zusammenarbeit auch inneruniversitäre Erfolge für die ÖH erzielen. Wenn sich Lehrende nicht an Gesetze halten und Studierende willkürlich schlecht behandeln, sollen sie dafür auch gerade stehen, damit dem ein Ende gesetzt wird. Die Gremienvertreter sind damit auch ein verlängerter Arm der StVen.

AG bedeutet Service für Studierende

Alle Posten der ÖH müssen schleunigst der Interessenvertretung bzw. dem Service für Studierende dienlich gemacht werden. Die Besetzung von Stellen erfolgt dabei nach persönlicher Qualifikation der Bewerber. Nur mehr tatsächlich getätigte Aufwendungen werden aus dem ÖH-Budget refundiert. Die Arbeit der ÖH erfolgt erfolgsorientiert und unabhängig von parteipolitischen Interessen. Ungerechtfertigte Urlaubsgelder für Referenten und Sachbearbeiter werden gestrichen. Künftig sollen nicht mehr hunderttausende Euro aus ÖH-Beiträgen bei Banken gebunkert werden. Den Studierenden soll für ihre ÖH-Beiträge ein Maximum an Leistung zurückgegeben werden.

 

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AG, Salzburg