KoWi: Denkpause endet mit Notfallplan
Freitag, den 15. Januar 2010 um 00:13 Uhr
Um in den kommenden Semestern den regulären Lehr- und Prüfungsbetrieb aufrecht erhalten zu können, muss rasch gehandelt werden.
Aufgrund des großen Ansturms auf den Fachbereich Kommunikationswissenschaft (die Aktion berichtete) zog man sich im Dezember zu einer Denkpause zurück und erarbeitete einen Notfallplan (.pdf). Studierende können diesen nun auf der Homepage des Fachbereichs einsehen.
Selektionsprüfungen ohne Erfolg
Die neu eingeführten Modulprüfungen zur Reduktion der Studierendenanzahl haben ihren intendierten Filtereffekt weitestgehend verfehlt. 330 Erstsemestrige haben bestanden und können im nächsten Semester (theoretisch) betreuungsintensivere Lehrveranstaltungen besuchen (ca. doppelt so viele als im Vorjahr).
Kommen zum Semesterwechsel neue Studierende dazu bzw. bestehen weitere Studierende die Modulprüfungen im April, wird die Situation weiter verschärft werden.
Kritisches Betreuungsverhältnis
Aktuell herrscht am FB ein Betreuungsverhältnis von 1:212 (das internationale Standardverhältnis von Habilitierten zu Studierenden liegt zwischen 1:40 und 1:60). Mit der im Notfallplan angepeilten Personalaufstockung könnte das Verhältnis auf 1:120 gesenkt werden. Vom Ziel für die gesamte Uni Salzburg (1:60) ist das aber noch weit entfernt.
Bedarf gibt es aber auch an Räumlichkeiten, da für ein planmäßiges Studienfortkommen mehr Lehrveranstaltungen (LVs) nötig sind.
Unterstützung durch Rektorat
Auf Anfrage der Aktion teilte Rektor Schmidinger mit, dass sich die Studierenden der Unterstützung durch das Rektorat sicher sein können. Man wird versuchen den Notfallplan – so gut es geht – umzusetzen.
Personalaufstockungen würden laufend durchgeführt werden, sind im Zuschuss duch das Ministerium aber nicht vorgesehen. Auch ein Entlastungsplan für das Gebäude sei bereits in Arbeit. In einer Übergangsphase bis zur Fertigstellung des UniParks Nonntal werden deshalb bald auch in der Kaigasse LVs abgehalten werden.




